
Auf den Spuren von Philipp Melanchthon wandelten kürzlich einige Gemeindeglieder in Nürnberg.
Begonnen am Egidienplatz, wo uns direkt ein Denkmal von Phlipp Melanchthon begrüßte, wurde zunächst die Egidienkirche besichtigt. Glücklicherweise war hier eine Mesnerin am werkeln weswegen wir nicht nur die dortige kleine Wanderausstellung zu Melanchthon, sondern auch die noch im ursprünglichen Bauzustand erhaltenen Kapellen mit für Nürnberger Patrizierkirchen typischen Totenschilden besichtigen konnten. Die Kirche selbst, im 18. Jahrhundert im barocken Stil nach Brand neu aufgebaut, geht auf das Egidienkloster der Benediktiner zurück. 1526 richtete Melanchthon dort eine Schule ein, die zum Urtyp des deutschen Gymnasiums werden sollte. Unterrichtssprache war Latein, die Schüler sollten nicht mit zu viel Lernstoff belastet und nach Alter und Wissen in drei Klassen eingestuft werden. Das Gymnasium existiert noch heute, wenn auch an anderer Stelle, und ist eines der letzten humanistischen Gymnasien in ganz Bayern. Latein ist ab der 5. Klasse Pflicht, als zweite Fremdsprachen werden Englisch und Altgriechisch unterrichtet. Dieses Gymnasium erklärt auch das erwähnte Melanchthon-Denkmal am Egidienplatz.
Anschließend ging es nach kurzem Spaziergang durch die Nürnberger Altstadt zum Mittagessen, klassische Nürnberger Bratwürste standen auf dem Speiseplan. Da direkt vor dem "Bratwursthäusl" am Hauptmarkt das Nürnberger Rathaus, der Schöne Brunnen sowie die Frauenkirche liegen wurden diese auch gleich noch besichtigt. Weiter ging es zur Sebalduskirche samt dazugehörigem Pfarrhof. In der Kirche wurde auch eine Führung in Anspruch genommen. Über die Nürnberger Institution Café Neef und die St. Klara Kirche ging es dann zurück zum Bahnhof, wo mit der Regionalbahn wieder die Heimreise angetreten wurde.